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Neue Proteste gegen Kraftstoffpreise

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Neue Proteste gegen Kraftstoffpreise

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In mehreren Ländern Europas gehen die Proteste gegen hohe Kraftstoffpreise und Lebenshaltungskosten weiter. In Frankreich, vor allem im Osten des Landes, blockierten Lastwagenfahrer durch langsames Fahren mehrere Autobahnen und Fernstraßen. In der Hauptstadt Paris demonstrierten außerdem private Rettungsdienste.

“Wir machen das hier nicht zum Vergnügen”, sagt der örtliche Chef der Transportgewerkschaft UNOSTRA; “sondern weil wir keine Wahl haben. Uns geht es richtig schlecht. Woanders ist der Kraftstoff steuerbefreit und kostet viel weniger; bei uns ist er am teuersten.”

In Spanien setzte ein Teil der Lastwagenfahrer
seine Proteste fort. So hatte ein Fahrerverband
seine Mitglieder dazu aufgerufen, zu einer Kundgebung nach Madrid zu fahren. Die Polizei kontrollierte aber alle Zufahrten zur Hauptstadt und stoppte Hunderte von Lastwagen schon vorher.

“Ich bin voll beladen”, schimpft ein Fahrer hier; “ich will in Madrid ausladen, aber sie lassen mich nicht weiter. Woher wollen die denn wissen, ob ich zur Kundgebung will? Ich will bloß noch nach Hause.”

Anlass für solche Proteste wird es auf absehbare Zeit weiterhin reichlich geben: Gerade erst hat der Preis für Rohöl wieder einen neuen Rekord erreicht.