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Preise für Energie und Lebensmittel treiben Inflation in der Eurozone weiter an

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Preise für Energie und Lebensmittel treiben Inflation in der Eurozone weiter an

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Hohe Preise für Benzin und Lebensmittel heizen die Inflation in der Eurozone weiter an. Die jährliche Teuerungsrate betrug im Mai 3,7 Prozent nach 3,3 Prozent im Monat zuvor. Das teilte die Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mit. Damit wurde eine frühere Schätzung angehoben.

Preistreiber waren vor allem die Kosten für Energie, Lebensmittel und Transport. Hier ermittelten die Statistiker Zuwachsraten zwischen sechs und 14 Prozent binnen eines Jahres.

In Brüssel wurden diese Zahlen mit Besorgnis aufgenommen. Kommissionssprecherin Amelia Torres warnte vor hohen Tarifabschlüssen. Diese würden eine Preisspirale nach oben in Gang setzen, die in niemandes Interesse sei – am wenigsten im Interesse der Arbeitnehmer.

Die anhaltende Rekordfahrt des Ölpreises dürfte die Europäische Zentralbank zum Handeln zwingen. Analysten rechnen nun fest damit, dass die EZB auf ihrer nächsten Sitzung am 3. Juli die Leitzinsen anhebt. Denn nach EZB-Lesart ist Preisstabilität nur bis zu einem Inflationswert um zwei Prozent gewährleistet. Einige Experten sagen sogar einen neuen Zinserhöhungszyklus voraus.