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Al Gore unterstützt jetzt Barack Obama

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Al Gore unterstützt jetzt Barack Obama

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Er hat sich Zeit gelassen – aber jetzt unterstützt auch Al Gore Barack Obama in dessen Kampf um die amerikanische Präsidentschaft. Aus den Vorwahlen der Demokratischen Partei zwischen Obama und Hillary Clinton hatte er sich herausgehalten: Immerhin war er lange Vizepräsident unter Clintons Ehemann Bill. Als er dann selbst Präsident werden wollte, scheiterte er 2000 an George Bush. Inzwischen ist er bekannter als Umweltschützer.

Eine Veränderung müsse her, greift Gore nun Obamas Wahlkampfmotto auf; nach acht Jahren von Inkompetenz und Scheitern; nach acht Jahren, in denen die Verfassung missachtet und entehrt worden sei.

Gore verweist auch darauf, dass sie beide von Anfang an gegen den Irakkrieg gewesen seien. Obama seinerseits kündigt an, er wolle noch vor der Wahl im November den Irak und Afghanistan besuchen. Er hat kaum Erfahrung in der Außenpolitik, was sein Gegner ausnutzen will. So zählt die Republikanische Partei öffentlich die Tage seit Obamas letztem und einzigem Besuch im Irak.

Darauf geht auch ihr Kandidat John McCain ein: Seit bald neunhundert Tagen sei Obama nicht mehr dort gewesen, rechnet er vor. Hoffentlich besuche er dort auch den Außenminister – vor allem aber General Petraeus, den amerikanischen Oberbefehlshaber, und höre sich dessen Einschätzung der militärischen
Lage an.

McCain selbst sitzt im Verteidigungsausschuss des Senats und war seit Kriegsbeginn mehrmals im Irak, das letzte Mal im März.