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EU-Außenminister beraten über Wege aus der Krise

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EU-Außenminister beraten über Wege aus der Krise

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Die Außenminister der 27 EU-Staaten rechnen nicht mit einem raschen Ende der schweren Krise in der Europäischen Union nach dem Nein der Iren zum Vertrag von Lissabon. Zu Beginn eines Treffens der EU-Außenminister in Luxemburg hieß es dennoch, der Prozess der europäischen Einigung und Integration werde nicht aufhören. Der derzeitige Vorsitzende des EU-Außenministerrates, der slowenische Ressortchef Dimitrij Rupel, sagte, der Erweiterungsprozess der EU werde trotz des Ergebisses des Referendums weitergehen. Der für die Erweiterung zuständige EU-Kommissar Olli Rehn betonte, die Union müsse nun überlegen, wie sie ihren internen Reformprozess und den ihrer Institutionen fortsetzen könne. Es sei Ziel des Vertrages von Lissabon, dahingehende Entscheidungen effektiver und demokratischer zu machen. Mehr als 53 Prozent der Iren hatten sich in der vergangenen Woche gegen den Vertrag ausgesprochen. Sie befürchten vor allem, dass Irland seine Unabhängigkeit verlieren könnte. Am Donnerstag und Freitag kommen die Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel zu einem Gipfeltreffen zusammen. Dabei dürfte es nun in erster Linie um einen möglichen Ausweg aus der Krise gehen.