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Putsch-Prozess beginnt in Äquatorialguinea

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Putsch-Prozess beginnt in Äquatorialguinea

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In Äquatorialguinea hat der Prozess gegen den britischen Söldner Simon Mann begonnen. Der frühere Eton-Schüler und Elite-Offizier soll versucht haben, die Macht an sich zu reißen. Zum Prozessauftakt stellte sein Verteidiger Mann als “bloßes Instrument” des Staatsstreichs dar.

Das kleine afrikanische Land ist reich an Erdölquellen. Sie machten Präsident Obiang zu einem der vermögensten Staatschefs der Welt. Seine Bürger leben in Armut.

Bei einem Zwischenstopp in Simbabwe wurde Mann 2004 mit mehr als 60 Söldnern und tonnenweise Waffen verhaftet. Nach einer Haftstrafe wegen Waffenhandels wurde er nach Äquatorialguinea ausgeliefert.

Die Regierung verdächtigt Oppositionelle im Exil, spanische und britische Politiker und Erdöl-Tycoons, hinter dem Coup zu stecken – aber auch Mark Thatcher, den Sohn der früheren britischen Premierministerin. Er wurde in Südafrika verhaftet und kam gegen Zahlung einer Geldstrafe frei.

Ein Deutscher, der zur Charterfirma der Flugzeuge gehörte, starb in Äquatorialguinea in Haft, vermutlich durch Folter.