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Tschad wirft Nachbarland Sudan militärischen Angriff vor

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Tschad wirft Nachbarland Sudan militärischen Angriff vor

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Die von Aufständischen bedrängte Regierung des Tschad hat erklärt, Truppen des Nachbarlands Sudan hätten in die Kämpfe eingegriffen. Nach diesen Angaben überquerten sudanesische Truppen die Grenze und griffen die Garnison von Adé an.

Zuvor hatten die tschadischen Rebellen erklärt, sie hätten ihren Vormarsch im Osten des Landes fortgesetzt; dabei hätten sie die Ortschaft Am-Zoer unweit der Grenze zum Sudan eingenommen. Im Februar waren die Rebellen bereits in die Hauptstadt N’Djamena eingedrungen. Der Präsident des Tschad, Idriss Déby, beschuldigte die EU-Friedenstruppe EUFOR, die Rebellen indirekt zu unterstützen: Sie lasse zu, dass die Rebellen von Hilfsorganisationen Treibstoff und Fahrzeuge stehlen, sagte Deby im Fernsehen. EU-Chefdiplomat Javier Solana wies die Vorwürfe zurück.

Die knapp 4000 Mann starke EU-Friedenstruppe ist an der Grenze zum Sudan stationiert – seit Beginn dieses Jahres. Sie soll dort vor allem für die Sicherheit der rund 250 000 Flüchtlinge aus der sudanesischen Krisen-Region sorgen. Der Vormarsch der Rebellen behindert die Arbeit internationaler Hilfsorganisationen, die im Osten des Tschad die Flüchtlinge versorgen.