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Daimler baut Kompaktwagen in Ungarn

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Daimler baut Kompaktwagen in Ungarn

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Als letzter großer westeuropäischer Autohersteller investiert Daimler in die Fertigung in Osteuropa. Für 800 Millionen Euro soll in Ungarn ein neues Werk für Kompaktwagen entstehen. Kompaktwagen mit zwei und vier Türen baut Daimler derzeit nur im badischen Rastatt – auch im Stammwerk mit zur Zeit 6000 Beschäftigten werden 600 Millionen Euro investiert. So soll die Palette der A- und B-Klasse von zwei auf vier Modelle erweitert werden.

Ungarns Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany begrüßte diese größte Investition auf der Grünen Wiese – zuletzt hatten sich Investoren hier merklich zurückgehalten. Die Gründe: Ein schwer berechenbares Steuersystem und starke Konkurrenz aus der Slowakei.

Ab 2011 sollen im ungarischen Kecskemet 80 Kilometer südöstlich von Budapest die Modelle mit Frontantrieb vom Band rollen. Bis zu 2500 Beschäftigte sollen dort künftig zwei der vier geplanten Kompakt-Modelle montieren – eine Jahresproduktion von mindestens 100.000 Fahrzeugen. Der Standort in Ungarn hat sich gegen drei weitere Kandidaten in Rumänien und in Polen durchgesetzt.

Die Pluspunkte: Eine gute logistische Anbindung an das Stammwerk Rastatt und wesentlich niedrigere Lohnkosten als im Westen – rund fünf Euro die Stunde.