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Protestkarawane schiebt Spritpreise auf Brüsseler Gipfel-Agenda

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Protestkarawane schiebt Spritpreise auf Brüsseler Gipfel-Agenda

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Die Proteste gegen die hohen Spritpreise schieben sich auf die Brüsseler Agenda. Einen Tag vor dem EU-Gipfel legte eine Protestkarawane die belgische Hauptstadt lahm. Hunderte Traktoren tuckerten in die Innenstadt. Die Bauern fordern auch höhere Erlöse für ihre Produkte. Auf dem Weg nach Brüssel blockierten sie die Autobahn.

Auch Taxis und Lastwagen beteiligten sich an Schneckenfahrten auf der Ringstraße. Die Transportgewerkschaft fordert Hilfen gegen die hohen Spritpreise. Die Regierung lehnt eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Treibstoff ab. Anfang der Woche war der Öl-Preis auf einen neuen Rekordstand geklettert.

Der Diesel fresse 40 Prozent der Einnahmen auf, das sei enorm, sagte ein Brummifahrer. Das Gehalt bleibe das Gleiche, und es werde schwierig, neue Fahrzeuge zu kaufen und keine Leute zu entlassen. Alles in allem eine schwierige Situation.

In der Innenstadt verteilten die Bauern Gemüse und Fleisch – auch an Ministerpräsident Yves Leterme. Er versprach ihnen mehr Transparenz bei den Preisen. Bei der EU-Kommission will er auf eine harte Haltung bei der Verhandlung künftiger Handels-Abkommen drängen.

Die Proteste seien gerechtfertigt, so Leterme, die Menschen hätten das Recht, ihren Profit zu verteidigen. Die Bauern bräuchten ein Einkommen. Bei der Art und Weise, wie Preise entstünden, gebe es Probleme.

Rund 800 Polizisten riegelten das Europaviertel ab. Vor zwei Wochen war es bei Protesten der Fischer zu Ausschreitungen gekommen. Neben den Spritpreisen wird es beim Gipfel vor allem um das Nein der Iren zum Reformvertrag gehen.