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Prozess in Äquatorialguinea gegen britischen Söldner

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Prozess in Äquatorialguinea gegen britischen Söldner

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In Äquatorialguinea hat der Prozess gegen einen britischen Söldner begonnen, der vor vier Jahren an einem Umsturzversuch in dem westafrikanischen Land beteiligt gewesen sein soll. Die Staatsanwaltschaft forderte 30 Jahre Haft für den 55 Jahre alten Angeklagten Simon Mann. Sie wirft dem ehemaligen Eton-Schüler Verbrechen gegen Staatsoberhaupt Teodoro Obiang und die Regierung des westafrikanischen Staates vor. Mann gab seine Beteiligung an dem Umsturzversuch zu. Er sei aber nicht der führende Kopf der Gruppe gewesen, sagte er. Jetzt hoffe er auf Nachsicht beim Urteil. Der ehemalige Offizier einer Eliteeinheit der britischen Armee war 2004 in Simbabwe mit mehr als 60 Söldnern und tonnenweise Waffen verhaftet worden. Wegen Waffenschmuggels saß er dort vier Jahre in Haft. Simbabwe lieferte ihn im Februar an Äquatorialguinea aus. Die Regierung verdächtigt Oppositionelle im Exil, spanische und britische Politiker sowie Erdöl-Tycoons, hinter dem Coup zu stecken; aber auch Mark Thatcher, den Sohn der früheren britischen Premierministerin. Er wurde in Südafrika verhaftet und kam gegen Zahlung einer Geldstrafe frei. Die Behörden von Äquatorialguinea streben eine Auslieferung Thatchers an.