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Waffenruhe zwischen Israel und Hamas stösst bei beiden Seiten auf Skepsis

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Waffenruhe zwischen Israel und Hamas stösst bei beiden Seiten auf Skepsis

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Eine Chance für den Gazastreifen: Israel und die radikalislamische Hamas haben sich auf eine Waffenruhe geeinigt, die am Donnerstag früh beginnen und vorerst sechs Monate lang gelten soll. Dabei will Israel die Blockade des Gazastreifens schrittweise aufheben, sodass Treibstoff- und Lebensmittellieferungen wieder aufgenommen werden können. Derzeit gelangt nur das Allernötigste auf regulärem Weg in den Küstenstreifen – und der Schwarzmarkt blüht.

Nun hat Israel zugesagt, die über den Gazastreifen verhängten Sanktionen teilweise aufzuheben und die Grenzübergänge wenige Tage nach Inkrafttreten der Waffenruhe zu öffnen. Allerdings sind viele Israelis skeptisch. “Der Waffenstillstand ist ein Schwindel”, meint dieser Bewohner von Sderot. “Er gibt der Hamas die Gelegenheit, sich neu zu bewaffnen, und er ist so brüchig, dass er jeden Moment enden kann – und dann sind wir die Leidtragenden.” Und auch im Gazastreifen selbst hält sich der Optimismus in Grenzen. Viele Palästinenser befürchten, betrogen worden zu sein. “Die Juden wollten die Waffenruhe, um ihre eigennützigen Ziele zu erreichen”, klagt ein Mann in Gaza-Stadt. “Wir leben unter harten Bedingungen, aber ein Waffenstillstand sollte zuerst den palästinensischen Interessen dienen.”

Nun muss sich auch zeigen, ob die Hamas in der Lage ist, ihre radikalen Splittergruppen unter Kontrolle zu halten. Erst am Dienstag abend feuerten palästinensische Extremisten erneut selbstgebaute Raketen in das israelische Grenzgebiet.