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Nach dem Tanker-Einspruch des US-Rechnungshofs: Europäer und Amerikaner zeigen Kampfbereitschaft

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Nach dem Tanker-Einspruch des US-Rechnungshofs: Europäer und Amerikaner zeigen Kampfbereitschaft

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Nach dem Einspruch des amerikanischen Rechnungshofes gegen den Tankflugauftrag der US-Luftwaffe für EADS haben die betroffenen Rivalen Kampfbereitschaft signalisiert. Die Europäer äußerten sich zuversichtlich, den 60-Milliarden-Euro-Auftrag zu behalten.

US-Politiker sahen im Urteil den Beginn einer Wende zugunsten Boeings. Der Ausschreibung habe die falsche Entscheidung gebracht, und dies sei auch vom Rechnungshof beanstandet worden, so Senatorin Patty Murray.

Bei dem Streit geht es darum, wer die US-Luftwaffe mit seinen fliegenden Tankstellen ausrüsten darf: Boeing mit seiner KC-767 oder das europäisch-amerikanische Konsortium aus EADS und Northrop Grumman mit seiner KC-45, die ein etwas größeres Tankvolumen hat.

Boeing hatte die Auftragsvergabe an EADS angefochten, weil die Luftwaffe die Kosten falsch berechnet und die Ausschreibungsbedingungen nachträglich geändert habe.

EADS-Vorstandschef Louis Gallois erklärte, sein Konzern werde sich bei einer erneuten Ausschreibung wieder beteiligen. Deutsche Regierungskreise äußerten sich optimistisch, dass EADS den AUftrag am Ende doch bekommt. Der US-Rechnungshof habe nicht die Tankerqualität bewertet, sondern nur das Auswahlverfahren.

Der Tanker auf der Basis des Airbus A330 hat bisher alle Ausschreibungen gegen seinen Boeing-Konkurrenten gewonnen.