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Russisches Militär warnt Georgien vor blutigen Konsequenzen in Abchasien

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Russisches Militär warnt Georgien vor blutigen Konsequenzen in Abchasien

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Nach dem erneuten Zwischenfall um die georgische Konfliktregion Abchasien hat Russland vor blutigen Konseqenzen gewarnt. Georgische Beamte hatten am Dienstag vier Soldaten der russischen Friedenstruppen vorübergehend festgenommen sowie deren Fahrzeug und 20 Panzerabwehrraketen beschlagnahmt.

Seine Soldaten hätten nicht einen einzigen Schuss abgegeben, sagte der zweithöchste russische General, Alexander Burutin. Er könne jedoch nicht garantieren, dass sich die russischen Friedenstruppen künftig ebenso zurückhielten. Deren Geduld habe Grenzen. Die Konsequenzen könnten dramatisch sein und zu Blutvergießen führen. Georgien müsse die Verantwortung für diese Provokation übernehmen.

Die Soldaten waren auf dem Weg nach Abchasien. Die Region wird – wie auch Südossetien – nicht von Tiflis kontrolliert sondern von Moskau unterstützt. Viele Bewohner haben russische Pässe.

Die russischen Soldaten sind seit 1994 unter internationalem Mandat in Abchasien stationiert. Georgien will die Zustimmung dazu neu überdenken, es befürchtet einen Anschluss der Regionen an Russland. Auch die NATO kritisierte die jüngste Entsendung weiterer russischer Truppen nach Abchasien.