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Tabakriese Imperial Tobacco baut 2400 Arbeitsplätze ab

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Tabakriese Imperial Tobacco baut 2400 Arbeitsplätze ab

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Der britische Zigarettenhersteller Imperial Tobacco hat den Abbau von mehr als 2400 Arbeitsplätzen angekündigt. Zudem werden sechs von 58 Fabriken geschlossen, darunter auch eine in Berlin. Die Maßnahmen sind Teil eines Restrukturierungsplans nach dem Kauf des franko-spanischen Rivalen Altadis vor einigen Monaten.

Ein französischer Gewerkschaftssprecher machte genau diese Übernahme für den Stellenabbau verantwortlich. Diese habe Imperial Tobacco mit Krediten finanziert und sich dabei zu hoch verschuldet. Deshalb müsse nun gespart werden.

Am stärksten betroffen vom Stellenabbau ist Frankreich, wo mehr als 1000 Jobs verschwinden. In Spanien sind es mehr als 800, im Heimatland Großbritannien fast 300. In Deutschland werden 250 Stellen gestrichen.

Die Übernahme von Altadis war von Analysten als Branchenkonsolidierung gesehen worden. Die Tabakkonzerne leiden unter den Anti-Raucher-Kampagnen in zahlreichen europäischen Ländern.

Im Vereinigten Königreich ist das Rauchen an öffentlichen Orten inzwischen verboten, und die Regierung in London plant weitere Maßnahmen. So könnten Tabakgeschäfte und Kioske demnächst gezwungen sein, ihre Zigaretten nicht mehr auszustellen und unter der Ladentheke zu halten.