Eilmeldung

Eilmeldung

Waffenruhe im Gazastreifen und in Israel in Kraft

Sie lesen gerade:

Waffenruhe im Gazastreifen und in Israel in Kraft

Schriftgrösse Aa Aa

Im Gazastreifen und in angrenzenden israelischen Gemeinden ist die unter ägyptischer Vermittlung vereinbarte Waffenruhe in Kraft getreten. Von Sonntag an soll Israel schrittweise die Blockade des Gazastreifens lockern. Ob die Waffenruhe von Dauer ist, bleibt jedoch unklar. Aus dem Gazastreifen werden trotz der Vereinbarung weiter Kassem-Rakten auf die israelische Stadt Sderot abgeschossen; auch gestern schlugen wieder mehrere ein. Eine davon traf das Haus von Yossi. Er gibt sich skeptisch. Er glaube nicht an die Waffenruhe, und er misstraue auch der israelischen Regierung, sagt er. Auch in Gaza-Stadt wurden wieder Palästinenser zu Grabe getragen, die bei israelischen Angriffen getötet worden waren. Hamas-Führer Ismail Haniyeh sagte, die Waffenruhe solle Sicherheit bringen, und helfen, die Leiden der Bevölkerung zu lindern. Das gelte auch für die andere Seite, wenn sie sich daran halte.

Israels Regierungschef Ehud Olmert betonte erneut, er werde keine Verhandlungen mit Terroristen führen – und wandte sich damit direkt an die Hamas. Die Regierung mache sich keine Illusionen: Was für die Palästinenser eine Waffenruhe sei, das sei ein fragiles Gebilde, das wohl nicht lange halten werde. In der Region mehren sich indes Hinweise auf einen baldigen Gefangenenaustausch zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah im Libanon. In Paris kamen unterdessen Israels Verteidigungsminister Ehud Barak und Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner zusammen. In Paris findet im kommenden Monat erstmals auch ein Treffen der “Union für das Mittelmeer” statt.