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Chavez droht EU Ölhahn abzudrehen

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Chavez droht EU Ölhahn abzudrehen

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Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat gedroht, kein Öl mehr nach Europa zu liefern. Damit reagierte er auf die von der EU am Mittwoch beschlossenen strengen Abschiebe-Richtlinien für illegale Einwander. Außerdem drohte er, ausländische Investoren auszuweisen.

“Kein venezolanisches Öl geht an Länder, die diese schändliche Richtlinie befolgen. Ich sage hier und jetzt: Mit diesen europäischen Ländern wird es keine Einigung geben,” rief Chavez seinen begeisterten Anhängern zu. Neben ihm stand Paraguays Präsident Fernando Luga. Chavez, dessen Verbalattacken normalerweise den USA gelten, forderte die anderen Staaten Lateinamerikas auf, ebenfalls aktiv zu werden.

In Europa leben Millionen Lateinamerikaner, die vorwiegend aus der Andenregion und aus Kolumbien stammen.

Stein des Anstoßes ist die umstrittene Rückführung-Richtlinie, die auch von Menschenrechtlern kritisiert wird. Sie sieht eine Abschiebehaft von sechs bis 18 Monaten vor, außerdem ein Wiedereinreiseverbot von fünf Jahren.