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Frankreich inmitten einer Wachstumsflaute - nur 0,2 Prozent im zweiten Quartal

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Frankreich inmitten einer Wachstumsflaute - nur 0,2 Prozent im zweiten Quartal

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Das Wachstumstempo in Frankreich hat sich im jüngsten Quartal deutlich verlangsamt. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes gab es von April bis Juni nur ein Plus von 0,2 Prozent. In den drei Monaten davor hatte die Wachstumsquote 0,6 Prozent betragen. Wachstumsbremser seien der hohe Ölpreis, der schwächer werdende Immobilienmarkt und die gestiegene Inflation.

Die Prognosen für den Rest des Jahres sind noch pessimistischer: Im dritten Quartal müssen sich die Franzosen auf ein Null-Wachstum einstellen. Im letzten Vierteljahr wird es kaum besser, die Quote soll dann auf 0,2 Prozent steigen.

Für Analyst Marc Touati wird es im nächsten Jahr weiter abwärts gehen. Erst 2010 werde die Wachstumskurve nach oben zeigen. Wieder einmal werde erst dann reagiert, wenn die Probleme auf dem Tisch seien. Es gebe eine große Diskrepanz zwischen dem, was die EZB und die Regierung sagten, und dem, was die Menschen im Alltag spürten.

Spüren tun die Menschen derzeit einen schneller leer werdenden Geldbeutel, bedingt durch die gestiegenen Ausgaben für Lebensmittel, Wohnraum und Transport. Bei vielen wird im Sommer die jährliche Urlaubsreise mit dem Auto zum Luxus. Aussichten auf Besserung gibt es kaum. Die Ölpreisexplosion wird auch in der nächsten Zeit anhalten.