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Proteste gegen hohe Preise in Madrid und Athen

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Proteste gegen hohe Preise in Madrid und Athen

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Tausende Bauern haben am Donnerstag in Madrid gegen die hohen Dieselpreise demonstriert. Sie blockierten die wichtigste Verkehrsader der spanischen Hauptstadt und forderten eine Senkung der Kraftstoffsteuer. Die Bauern drohten damit, Nahrungsmittel an Notleidende zu verschenken, die die gestiegenen Lebenshaltungskosten nicht aufbringen können.

In Spanien hatten zuvor Protestaktionen der Fischer, Taxi- und Fernfahrer für leere Lebensmittelläden und Verkehrschaos gesorgt. Der Sprecher des galizischen Bauernverbands Juan Orozko beklagte: “Die Preise für Treibstoff, Getreide, Futter und Düngemittel schießen in die Höhe – allein im vergangenen Jahr um hundert Prozent – was wir verdienen reicht nicht einmal, um die Kosten zu decken.” Auch im Südosten Europas regt sich Protest. In Athen gingen etwa 2000 Arbeiter gegen die Preissteigerungen auf die Straße.

Verbraucherverbände und Gewerkschaften hatten in den vergangenen Wochen immer wieder zum Boykott bestimmter Produkte aufgerufen. Griechenland erlebt derzeit die höchste Inflation seit zehn Jahren. Im Mai betrug die Steigerungsrate 4,9 Prozent. Sie liegt damit über dem europäischen Durchsschnitt.