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Öl-Krisengipfel in Dschidda: König Abdullah kündigt Milliarden-Hilfs-Fonds an

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Öl-Krisengipfel in Dschidda: König Abdullah kündigt Milliarden-Hilfs-Fonds an

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Auf Einladung des saudi-arabischen Königs Abdullah hat wegen der steigenden Ölpreise in Dschidda am Sonntagmittag ein zweistündiger Krisengipfel begonnen. Vertreter von Ölförderländern, Verbrauchern, Ölkonzernen und Investmentbanken beraten über Maßnahmen zur Eindämmung des Preisauftriebes. Im Oktober soll in London ein Folgetreffen stattfinden.

In seiner Eröffnungsanspache schlug König Abdullah die Schaffung eines mit 1 Milliarde US-Dollar dotierten Fonds der OPEC vor, der den ärmsten Ländern der Welt helfen soll, mit den drastisch gestiegenen Ölpreisen fertig zu werden. Saudi-Arabien werde darüberhinaus 500 Millionen Dollar an günstigen Krediten für die ärmsten Länder der Welt zur Verfügungstellen.

Saudi-Arabien hatte seine Förderung im Mai um 300.000 Barrel pro Tag gesteigert. Eine weitere Steigerung um 200.000 Barrel wird für Juli erwartet.Saudi-Arabien will zusätzliche Steigerungen seiner Ölfödermenge nicht ausschließen.

Der deutsche Wirtschaftsminister Michael Glos ist skeptisch, daß die Märkte von dem Treffen beeindruckt werden. Er fürchtet weitere Preissteigerungen.

Der Ölpreis hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt und beträgt derzeit etwa 140 Dollar pro Barrel. Die Industriestaaten sehen dadurch die Weltwirtschaft bedroht. In Europa regt sich immer heftigerer Protest gegen die Ölpreise