Eilmeldung

Eilmeldung

Öl-Krisengipfel in Saudi-Arabien

Sie lesen gerade:

Öl-Krisengipfel in Saudi-Arabien

Schriftgrösse Aa Aa

Ein Patentrezept gegen die Ölpreisexplosion soll heute bei einem Krisengipfel im saudi-arabischen Dschidda gefunden werden. Geklärt werden soll auch, was die Gründe für den rasanten Ölpreisanstieg sind. Zu der Konferenz reisen neben Vetretern von Banken und Konzernen auch 35 Staatschefs und Minister an. Gastgeberland Saudi-Arabien kündigte vor einigen Tagen an, seine Ölfördermenge zu erhöhen. US-Energieminister Sam Bodman begrüßte diese Entscheidung. Alles, was das Angebot auf dem Markt steigere, sei wichtig.
Statt bisher 9,45 Millionen Barrel will Saudi-Arabien 9,7 Millionen Barrel Öl pro Tag fördern. “Wir werden die Nachfrage befiredigen, wenn diese steigt. Wenn die Kunden nach Rohöl verlangen, werden wir es ihnen verkaufen. Einfach deswegen, weil unsere Kunden mehr verlangen,” sagte Saudi-Arabiens stellvertretender Öl-Minister Prinz Abdulasis Bin Salman. Allerdings ist unklar, ob der Preisanstieg auf geringe Fördermengen zurückzuführen ist. Die Mehrheit der OPEC-Staaten ist der Ansicht, dass die Entwertung des US-Dollars und Spekulationsgeschäfte den Preis in die Höhe getrieben haben. Der hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt und beträgt derzeit etwa 140 Dollar pro Barrel. Die Industriestaaten sehen dadurch die Weltwirtschaft bedroht. In Europa regt sich immer heftigerer Protest gegen die Ölpreise. Doch eine Lösung ist nicht in Sicht.