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Ölgipfel in Dschidda: König Abdullah will Entwicklungsländern helfen

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Ölgipfel in Dschidda: König Abdullah will Entwicklungsländern helfen

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Angesichts des dramatisch gestiegenen Ölpreises hat der saudi-arabische König Abdullah vorgeschlagen, daß die Öl-Förderstaaten den ärmsten Entwicklungsländern finanziell unter die Arme greifen sollen. Saudi-Arabien wolle dafür Kredite in Höhe von einer halben Millarde US-Dollar bereitstellen, die OPEC solle einen mit einer Milliarde Dolar dotierten Hilfsfonds einrichten.

Auf dem Krisengipfel in Dschidda machte König Abdullah Spekulanten für die Preissteigerungen verantwortlich: “Es gibt mehrere Faktoren, die hinter dem raschen, ungerechtfertigten Preisanstieg stecken: eigennützige Spekulanten, steigende Nachfrage aus mehreren Schwellenländern und hohe Steuern in einigen Verbraucherländern”, kritisierte der saudi-arabische Monarch.

Der britsche Premierminister Gordon Brown forderte mehr Investitionen im Energiesektor: “Großbritannien und andere Verbraucherländer sollten ihr Märkte öffnen, so daß Förderländer und ihre Staatsfonds, in alle möglichen Energieprojekte investieren, erneuerbare Energien und Atomkraft eingeschlossen”, sagte Brown.

In mehreren europäischen Ländern war es wegen der gestiegenen Benzin- und Dieselpreise zu Protestaktionen gekommen.

An dem von König Abdullah einberufenen Krisengipfel in Dschidda nahmen Vertreter der Förder- und Verbraucherländer, der Ölkonzeren und von Investmentbanken teil. Im Oktober soll in London ein Folgetreffen stattfinden.