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Geberkonferenz für zerstörtes Palästinenserlager in Wien

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Geberkonferenz für zerstörtes Palästinenserlager in Wien

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8 Millionen Euro will die Europäische Union zum Wiederaufbau des im vergangenen Jahr zerstörten Flüchtlingslagers Nahr al Bared im Norden von Tripoli beisteuern. Anfang des Monats hatte das UN-Flüchtlingswerk für Palästinenser (UNWRA) mit der ersten Wiederaufbauphase begonnen, jetzt treffen sich in Wien Vertreter von etwa 50 Ländern zu einer Geberkonferenz.

Bewohner wie Umm Haitham hegen große Hoffnung: “Ich wünsche mir, daß sie sich um uns kümmern. Wir sind sind ein unglückliches Volk, habt Mitleid”, bittet Haitham.

245 Millionen Euro kostet der Wiederaufbau von Nahr al Bared. Die UNWRA hat erst knapp zwei Drittel jener 35 Millionen Euro erhalten, um die sie gebeten hat. Ende des Jahres wird ihr das Geld ausgehen. Strom gibt es nur stundenweise. Die Menschen in Nahr al Bared werden zusehends unzufriedener.

Flüchtling Shehadeh Zaidan wünscht sich den Wiederaufbau: “Sie haben uns Wohnwagen gegeben. Da drinnen ist es heiß. Es gibt Skorpione. Da kann man nicht leben!” klagt Zaidan.

Vor neun Monaten hatte sich die libanesische Armee in Nahr al Bared mit der militanten Islamistengruppe Fatah al-Islam, eine erbarmungslose Schlacht geliefert. Am Ende war das Lager, das 30 000 Menschen Obdach bietet, eine Trümmerwüste.