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Opposition erhöht Druck auf Mugabe

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Opposition erhöht Druck auf Mugabe

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Nach dem Rückzug von Morgan Tsvangirai aus der
Stichwahl um das Präsidentenamt in Simbabwe versucht die Opposition internationalen Druck auf Präsident Mugabe aufzubauen. Die Nachbarstaaten sollten sich für eine Lösung der Krise einsetzen.

Tsvangirai sprach von einem staatlichen Komplott zur Machterhaltung Mugabes: “Die herrschenden Umstände erlauben keinen glaubwürdigen Urnengang. Milizen, Veteranen, sogar Mugabe haben klargemacht, daß jeder, der für mich stimmt, Angst um Leib und Leben haben muß”, sagte Tsvangirai.

Am Sonntag hatten Polizei und Mugabes Jugendorganisation eine Kundgebung der Opposition verhindert. Die ehemalige Kolonialmacht drohte mit einer Militärintervention. Außenminister David Milliband sagte, die müsse aber von den Afrikanern unternommen werden: “Es gibt keine militärische Option für Großbritannien, aber es ist signifikant, daß afrikanische Staaten über eine Friedenstruppe sprechen. Ich habe mit dem Ministerpräsidenten von Tansania darüber gesprochen”, erklärte Milliband in London.

Unter den Nachbarstaaten wächst die Verstimmung über die Vermittlungsbemühungen des südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki. Mbeki hatte Mugabe und Tsvangirai zu Gesprächen aufgefordert.

Mugabe ließ erklären, Tsvangirai habe sich feige seiner drohenden, katastrophalen Niederlage entzogen. Die Stichwahl werde wie geplant am Freitag stattfinden.