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Revolte in Pariser Abschiebegefängnis

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Revolte in Pariser Abschiebegefängnis

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Während eines Brandes in einem Abschiebegefängnis bei Paris sind 50 Insassen geflohen. Offenbar hatten einige der Inhaftierten vorsätzlich Feuer gelegt, um gegen den Tod eines Mitgefangenen zu protestieren. Ein 41-jähriger Tunesier war am Samstag gestorben – nach Polizeiangaben an Herzinfarkt. Inhaftierte und Menschenrechtsaktivisten wie Behija Bemkouka fürchten aber, dass miserable Haftbedingungen für den Todesfall verantwortlich sind. Auch jetzt sei wieder massiv Tränengas in geschlossenen Räumen eingesetzt worden.

In dem Gefängnis in der Vorstadt Vincennes hat es in den vergangenen Monaten mehrfach Protestaktionen gegen unmenschliche Haftbedingungen gegeben. Auch der Europarat kritisierte schon öfter die Zustände in französischen Gefängnissen – speziell in Abschiebe-Haftanstalten. Frankreich will in diesem Jahr 26.000 Immigranten abschieben, die illegal eingereist sind.