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Rohölpreise trotz Krisengipfels erneut gestiegen

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Rohölpreise trotz Krisengipfels erneut gestiegen

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Ungeachtet der Versprechen des Öl-Krisengipfels sind die Rohölpreise erneut gestiegen. Mehrere Golfstaaten hatten am Wochenende in Saudi-Arabien ihre Bereitschaft signalisiert, künftig mehr Öl zu fördern. Saudi-Arabien, der größte Exporteur, verprach eine Erhöhung der Fördermenge auf täglich 9,7 Millionen Barrel. Das wäre der höchste Stand seit 1981.

Bei entsprechender Nachfrage sei eine weitere Erhöhung möglich, sagte der saudische Öl-Minister Ali al-Naimi: “Ob die Förderung steigt oder zurückgeht liegt an den Konsumenten. Wir steigern nicht einfach so die Produktion oder fahren sie zurück. Solange es eine Nachfrage gibt, muss sie bedient werden.”

Der Präsident des Erdöl-Kartells OPEC, der algerische Minister Chakib Kelil, sieht indes keine gestiegene Nachfrage, und lehnte eine Erhöhung der Fördermenge ab. Die Öl-Exporteure wiesen die Schuld an den hohen Preisen von sich. Verantwortlich seien die steigende Nachfrage, hohe Steuern und Spekulanten.

Auch der deutsche Mineralölwirtschaftsverband sieht die Preise getrieben von Spekulanten. An den Finanzmärkten werde den Erklärungen aus Dschidda offenbar wenig Glauben geschenkt.