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Zapatero verordnet Spanien Sparprogramm

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Zapatero verordnet Spanien Sparprogramm

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Im Kampf gegen die spanische Wirtschaftsflaute hat Regierungschef José Luis Rodriguez Zapatero dem Staat einen radikalen Sparkurs verordnet. Um einen ausgeglichen Haushalt vorzulegen, will er in diesem und kommendem Jahr insgesamt 250 Millionen Euro einsparen. Der Ministerpräsident hofft auf eine Vorbildwirkung auch für Regionen und Kommunen.

“Die Schwierigkeiten sind ernst, sie betreffen viele Bürger direkt”, sagte Zapatero. “Die öffentlichen Stellenausschreibungen werden daher für 2009 um 30 Prozent zurückgehen. Die Bezüge höherer Beamter werden eingefroren. Die Tarifabschlüsse für den Öffentlichen Dienst werden aber respektiert.”

Laut Prognosen der Pariser Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wird das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr auf 1,1 Prozent sinken, von 3,8 Prozent in 2007. Die Inflationsrate soll nach dem Hoch von 4,6 Prozent in diesen Jahr wieder auf die Drei-Prozent-Marke zurückgehen.

Während der vergangenen zwölf Jahre lag das Wirtschaftswachstum deutlich über dem EU-Durchschnitt. Der Staatshaushalt wies seit einigen Jahren ein Plus aus. Doch nun schwächelt die spanische Wirtschaft. Vor allem der Bau- und Immobilienmarkt sind betroffen. Mit einem 18-Milliarden-Programm will Madrid in diesem und kommendem Jahr die Konjunktur ankurbeln, größtenteils durch Steuerrückerstattungen.