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Zimbabwe - Opposition boykottiert Präsidentschaftsstichwahl

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Zimbabwe - Opposition boykottiert Präsidentschaftsstichwahl

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Am Freitag sollte in Simbabwe die Stichwahl um das Präsidentenamt stattfinden – zwischen Amtsinhaber Robert Mugabe und Oppositionsführer Morgan Tsvangirai. Doch jetzt gibt es nur noch einen Kandidaten. Tsvangirai erklärte nun, er werde nicht antreten. Die Wahl sei eine rechtswidrige Farce voller Gewalt. Er spiele nicht mehr mit. Er und seine Anhänger hätten alles getan, um eine neue demokratische Regierung in Simbabwe auf die Beine zu bringen, doch Wahlen, deren Ergebnis Robert Mugabe bereits im Vorfeld festgelegt habe, seien sinnlos.

Eine geplante Kundgebung der Opposition war von Mugabes Leuten verhindert worden. Die Teilnehmer wurden verjagt. Der 84-jährige Robert Mugabe regiert Simbabwe seit fast drei Jahrzehnten mit eisernen Hand. Auf den Rückzug Tsvangirais reagierte das Mugabe-Regime mit einer ersten Stellungnahme: Tsvangirai habe sich feige seiner drohenden, katastrophalen Niederlage entzogen. Außerdem ließ Mugabe im Staatsfernsehen einen Spot ausstrahlen, der Tsvangirai zusammen mit Führern der westlichen Welt im “Club der Verlierer” zeigt und fragt: wollt ihr wirklich ihn zum Präsidenten?