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Hoffnung auf Überlebende bei Fährunglück schwindet

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Hoffnung auf Überlebende bei Fährunglück schwindet

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Drei Tage nach dem Fährunglück vor den Philippinen ist es Tauchern am Dienstag gelungen, in das gekenterte Schiff vorzudringen. Nach Angaben der philippinischen Marine treiben im Inneren zahlreiche Leichen. Überlebende wurden nicht entdeckt.

Die gekenterte Fähre liegt in Sichtweite der Küste von Sibuyan. Einige teilweise verweste, aufgedunsene Leichen wurden an die Küste gespült. Sie wurden sofort begraben.

Angehörige von Vermißten, wie Levi Diaz, werfen der Reederei vor, nicht genug zu tun: “Sie setzen die Toten bei, weil die Reederei nicht kooperiert. Sie stellt kein Formalin zur Verfügung, keine Särge, deshalb müssen sie die Leichen begraben. Wir wollen, daß sie sie aufbahren, damit wir sie sehen können”, beklagt Diaz.

An Bord der “Princess of the Stars” befanden sich zum Unglückszeitpunkt mehr als 800 Menschen. Die phlippinische Regierung zog alle Schiffe des Eigners vorübergehend aus dem Verkehr. Die Reederei war seit 1987 in vier Fährunglücke verwickelt, darunter auch in das schlimmste der Schifffahrtsgeschichte, bei dem 1987 mehr als 4300 Menschen ums Leben kamen.