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Internationaler Druck auf Mugabe wächst

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Internationaler Druck auf Mugabe wächst

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Drei Tage vor der Stichwahl in Simbabwe hat der internationale Druck auf Präsident Robert Mugabe erheblich zugenommen, die Abstimmung zu verschieben. Während Mugabe bekräftigte, dass die Präsidenten-wahl am Freitag stattfinden werde,
warf ihm der im Nachbarland Südafrika regierende
Afrikanische National-Kongress erstmals offen vor, demokratische Rechte mit Füßen zu treten.
Doch eine Verurteilung Mugabes durch den Weltsicherheitsrat, wie sie unter anderem von den USA gefordert wurde, scheiterte dem Vernehmen nach am Widerspruch einer von Südafrika geführten Gruppe. Das höchste UN-Gremium nannte allerdings freie und faire Wahlen in dem Land derzeit unmöglich und forderte ein Ende der Übergriffe auf die Opposition. Die von Morgan Tsvangirai angeführte Bewegung für Demokratischen Wandel geht mittlerweile von mindestens 90 Toten seit dem ersten Wahlgang Ende März aus. Den ersten Wahlgang hatte Tsvangirai gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Seine Teilnahme an der Stichwahl hat er inzwischen auch formell abgesagt. Am Sonntag flüchtete er in die niederländische Botschaft.