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Lage in Tripoli entspannt

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Lage in Tripoli entspannt

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Ruhig ist es an diesem Dienstag in der zweitgrößten libanesischen Stadt Tripoli. Nach den Gefechten der vergangenen Tage zwischen Anhängern der pro-westlichen Parlamentsmehrheit und der pro-iranischen Opposition zeigt das Militär nun eine starke Präsenz. Es bildete eine Art Trennungslinie zwischen Sunniten und Alawiten, die sich in den vergangenen Tagen in Tripoli bekämpft hatten. Dabei waren mindestens neun Menschen getötet worden. Die Alawiten gehören dem schiitischen Glauben an und sympathisieren mit der pro-syrischen Hisbollah. Vornehmlich leben in Tripoli Sunniten, die die anti-syrische Regierung von Fuad Siniora unterstützen. Politiker der verfeindeten Lager hatten sich nach
mehrtägigen Kämpfen in schwierigen Verhandlungen zwar auf die Wahl von General Michel Suleiman zum Präsidenten und auf die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit geeinigt. Die Regierungsbildung lässt allerdings seit Wochen auf sich warten, weil die Konfliktparteien bisher keine Einigung über die Besetzung der Schlüsselressorts erzielen konnten.