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Verhaltener Beifall für Sarkozy: Der Freund Israels fordert Palästinenserstaat vor der Knesset

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Verhaltener Beifall für Sarkozy: Der Freund Israels fordert Palästinenserstaat vor der Knesset

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Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat bei seinem Israelbesuch Bewunderung für die israelischen Gründerväter ausgedrückt. Israel sei der einzige Ort der Welt, so Sarkozy, an dem Juden sich sicher sein könnten, dass sie nie wieder einen Judenstern tragen müssten.

Das französische Staatsoberhaupt nannte Drohungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad gegen Israel “skandalös”. Ahmadinedschad hatte in der Vergangenheit unter anderem erklärt, Israel müsse von der Landkarte verschwinden.

In einer Rede vor der Knesset betonte Sarkozy, er komme als “Freund Israels”. Zugleich sprach er sich für die Gründung eines Palästinenserstaates aus. Die Sicherheit Israels sei ein Anliegen Frankreichs. Sie könne aber nur durch einen eigenen, demokratischen und modernen palästinensischen Staat gewährleistet werden. Sarkozy forderte einen Stopp des israelischen Siedlungsausbaus.

Außerdem setzte sich Sarkozy für ein entschlossenes Vorgehen der internationalen Gemeinschaft gegen das iranische Atomprogramm ein. Israel müsse wissen, dass es nicht allein dastehe.

Zuvor hatte Sarkozy gemeinsam mit seiner Frau Carla die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem besucht und dort einen Kranz niedergelegt.

Am heutigen Dienstag trifft Sarkozy Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.