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Französisches Innenministerium: Verbrechen gegen Rudi H. eindeutig anti-semitisch

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Französisches Innenministerium: Verbrechen gegen Rudi H. eindeutig anti-semitisch

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Am Samstag ist im 19. Arrondissement in Paris ein jüdischer Junge von einer Gruppe Nordafrikaner mit Eisenstangen in ein Koma geprügelt worden.

Der 17-jährige Rudi H. war durch eine Kippa auf dem Kopf als Jude eindeutig erkennbar, doch wird jetzt in der französischen Presse spekuliert, dass die Nordafrikaner ihn sowieso schon kannten, und zwar als Mitglied einer rivalisierenden Jugendgruppe.

Im Krankenhaus Cochin ist Rudi H. unterdessen aus dem Koma erwacht, aber momentan nicht vernehmungsfähig.

Ein Sprecher des Innenministeriums erklärt: “Es handelt sich hier um Gewalt zweier Gruppen in einem Stadtviertel, auf Grund ethnischer oder religiöser Unterschiede. Wir kategorisieren dieses Verbrechen somit ganz klar als anti-semitisch.”

Ein Vertreter einer jüdischen Studentenorganisation meint: “Es ist verständlich, dass die jungen Juden in Rudis Viertel jetzt aufgebracht sind. Sie fordern Gerechtigkeit.” Ein Vertreter der Afrikaner im Viertel sagt: “Wir sind hier die Ausländer. Auf uns hört sowieso keiner. Wir müssen den Mund halten.”

Fünf Nordafrikaner wurden in Zusammenhang mit der Tat festgenommen, nach den eigentlichen Tätern fahndet die Polizei noch.