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Task Force für deutsches Atommüllager Asse

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Task Force für deutsches Atommüllager Asse

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Nach den Problemen im norddeutschen Atommüllager Asse II sollen Experten über die sichere Schließung beraten. Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht, betonten die Behörden. In dem niedersächsischen Bergwerk war verstrahlte Salzlauge gefunden worden. Zudem dringt seit Jahrzehnten Wasser in den Salzstock. Das Endlager gilt als Forschungsprojekt, deshalb ist neben dem deutschen Umweltminister Sigmar Gabriel auch Forschungsministerin Annete Schavan zuständig.

“Frau Schavan und ich haben vereinbart, dass wir zur Aufarbeitung dieses Themas eine Taskforce bilden, zusätzliches Fachpersonal dorthin schicken, dass diese Aufarbeitung des Statusberichtes macht. Wir gehen davon aus, dass der über die Sommerzeit erarbeitet werden kann”, sagte Gabriel.

Asse wurde 1967 als weltweit erstes unterirdisches Atomlager gegründet. Mehr als 125.000 Fässer radioaktiver Müll lagern in hunderten Metern Tiefe. Lange wurden die Probleme ignoriert.

Heinz-Jörg Haury von der staatlich finanzierten Münchner Helmholtz-Gesellschaft, die das Bergwerk betreibt, drängt auf eine schnelle Schließung: “Wir haben dort radioaktive Stoffe, es ist ein altes Bergwerk, und wir können jetzt nicht 30 Jahre diskutieren ob Bergrecht, Atomrecht, vielleicht doch eine dritte, vierte, fünfte Möglichkeit, sondern wir müssen es zügig und sicher schließen.”

Doch dafür müssten die Fässer geborgen werden. Ingeneure wollen für die Stabilität von Asse nach 2014 nicht garantieren. Erst vor zwei Jahren war die Schließung noch einmal verschoben worden, auf 2017.