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Wacklige Waffenruhe im Nahen Osten

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Wacklige Waffenruhe im Nahen Osten

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Nach der Geberkonferenz in Berlin steht fest: Die Palästinenser bekommen viel Geld; mehr als 150 Millionen Euro für den Aufbau von Polizei und Justiz.

Trotzdem kommen auch schon wieder Sorgen auf, nach einem neuen Zwischenfall im Gazastreifen. Jeder müsse sich der Schwierigkeiten bewusst sein, sagt Javier Solana, der EU-Außenbeauftragte. Am besten für alle sei es jetzt, die Ruhe zu bewahren.

Seit knapp einer Woche gilt zwischen Israel und dem Gazastreifen eine Waffenruhe. Trotzdem haben Palästinenser wieder die grenznahe Stadt Sderot beschossen – als Reaktion auf die Tötung zweier Palästinenser im Westjordanland, dem zweiten Palästinensergebiet.

Israel hat nun seinerseits die gerade erst geöffneten Übergänge in den Gazastreifen für Lieferungen zunächst wieder geschlossen. Militärisch will es sich mit einer Reaktion vorerst zurückhalten.

Am Rande der Geberkonferenz traf sich in Berlin auch das so genannte Nahostquartett aus EU, USA, Russland und der UNO. Die Mitglieder verlangten unter anderem, dass Israel den Siedlungsbau in den Palästinensergebieten stoppt und alle neugebauten Siedlungen der letzten Jahre – seit März 2001 – wieder abreißt. Auch diese Siedlungen sind eine hohe Hürde auf dem Weg zu einem Frieden im Nahen Osten.