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Wahlfarce in Simbabwe: Mugabe will bei Stichwahl gegen sich selbst antreten

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Wahlfarce in Simbabwe: Mugabe will bei Stichwahl gegen sich selbst antreten

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Simbabwes Präsident Robert Mugabe will weiterhin die geplante Stichwahl am Freitag durchführen, bei der die Wähler zwischen Mugabe und Mugabe entscheiden können.

Nach dem Rückzug von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai als Kandidat bei der Stichwahl wächst jedoch der Druck auf den verbleibenden Kandidaten, Robert Mugabe. Auch Vertreter afrikanischer Länder sprachen sich unerwartet klar gegen das Regime Mugabe aus. Der senegalesische Präsident Abdoulaye Wade sagte, er werde zusammen mit anderen afrikanischen Führern versuchen, eine Übergangsregierung in Simbabwe durchsetzen mit Morgan Tsvangirai an der Spitze. Das sei eine von mehreren möglichen Ideen, die afrikanische Spitzenpolitiker erwägten.

Auch der südafrikanische Geistliche Bischof Desmond Tutu hatte deutliche Worte für Mugabe: “Sanktionen – vom Weltsicherheitsrat abgesegnet – und eine Welt, die sagt, dass sie das Regime Mugabe nicht mehr als rechtsmäßig in Simbabwe anerkennt: so etwas ist jetzt von Nöten. Dann droht Mugabe nämlich eine Anklage vor dem Internationalen Gerichtshof. Nur so kann er zur Einsicht gebracht werden, und es wird ihm klar, dass er wirklich alles in den Sand gesetzt hat.”