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Proteste gegen die weltweite Folter in Brüssel.

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Proteste gegen die weltweite Folter in Brüssel.

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Der 26. Juni ist der internationale Anti-Folter-Tag Doch die Welt will davon wenig wissen. Die 27 Mitgliedstaaten der EU, seien Komplizen der Folterpraktiken, wirft Amnesty International anläßlich ihrer Protestaktion in Brüssel, den anwesenden Europaabgeordneten vor. Belege dafür gäbe es genug.

“Unsere Aktion soll zeigen, daß die Europäer mitschuldig an der Folter sind. Mitschuldig an den geheimen Gefangenenflügen der USA, die Menschen gewaltsam entführt, unberechtigter Weise festgesetz und gefoltert haben. Das haben wir gesehen.”

Die EU-Kommission hat erstmals eine weltweite Anti-Folter-Kampagne initiiert. 57 Länder in der Welt zeigen den Antifolterclip der Kommission, andere beteiligen sich an Informationsveranstaltungen. Das Folter im Anti-Terrorkampf einzusetzen erlaubt ist, dieses Argument muß geächtet werden, finden Europaabgeordnete.

“In unsere Richtlinien, die für Länder außerhalb der EU gelten, bitten wir die Behörden, niemanden an geheime Orte zu bringen, wo gefoltert werden kann. Dies aber ist auf europäischem Boden geschehen. Die EU kann gar nicht von hohem moralischen Standpunkt aus argumentieren.”