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Prostituierten-Modeschau für den Erhalt der Sozialstruktur im historischen Zentrum von Madrid

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Prostituierten-Modeschau für den Erhalt der Sozialstruktur im historischen Zentrum von Madrid

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In der spanischen Hauptstadt haben sich ein Duzend Frauen in Schale geworfen, um gegen Immobilienprojekte zu protestieren, die letztlich auch den Straßenstrich bedrohen. Sex-Workerin Carolina Hernandez erklärt, dass es bei der Mode-Schau um Toleranz geht, und darum, zu zeigen, dass sie und ihre Kolleginnen noch eine Menge Ideen haben. Sex-Arbeiter zu sein sei eine Entscheidung – aber dazu gehöre auch das Recht, seinen Arbeitsplatz frei wählen zu können.

Die Prostituierten befürchten, dass Bauträger weiter ganze Häuserblocks in der Altstadt kaufen, diese luxus-sanieren, teurer vermieten, und damit die eingesessenen einfachen Leute vertreiben könnten. Denn diese tolerierten bisher den Strich auf ihren Bürgersteigen. Reichere Neubewohner dagegen könnten nach “Säuberung” rufen und dem traditionellen Miteinander auf den historischen Straßen ein Ende machen.