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Stichwahl in Simbabwe: Internationaler Protest

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Stichwahl in Simbabwe: Internationaler Protest

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In Simbabwe hat die umstrittene Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen. Gleichzeitig gibt es die ersten Berichte, dass Anhänger von Präsident Robert Mugabe versuchen, die Wähler unter Drohungen zu drängen, ihr Votum dem ohnehin einzigen Kanidaten zu geben. Im ersten Wahlgang hatte Mugabe hinter Oppositionsführer Morgan Tsvangirai gelegen – aber auch der verfehlte die absolute Mehrheit. Für den zweiten Wahlgang zog Tsvangirai seine Kanidatur zurück – wegen gewaltsamer Angriffe auf seine Anhänger.

Der frühere EU-Kommissar und heutige italienische Außenminister Franco Frattini rief unterdessen die Europäische Union auf, ihre Botschafter aus Harare abzuziehen. Sein britischer Amtskollege David Miliband erklärte auf dem G8-Gipfel in Japan, man werde die Wiederwahl Mugabes nicht anerkennen – da sie nicht dem Willen des Volkes entspreche. Auch auf Ebene der Vereinten Nationen werde es Beratungen über die Situation in Simbabwe geben.

Das Wahlergebnis steht fest. Allenfalls die Frage, wann Mugabes erneuter Sieg verkündet wird beschäftigt die Menschen in Harare. Und: ob er sich trotz Protest im In- und Außland an der Macht halten kann.