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Stichwahl ohne Gegenkandidaten in Simbabwe trotz internationaler Proteste


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Stichwahl ohne Gegenkandidaten in Simbabwe trotz internationaler Proteste

Allen Protesten zum Trotz hat in Simbabwe die Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen.
Robert Mugabe will sich in dem Amt bestätigen lassen – obwohl sein Gegner Morgan Tsvangirai seine Kandidatur schon zurückgezogen hat. Am Wochenende flüchtete er in die niederländische Botschaft.
Der italienische Außenminister Franco Frattini rief unterdessen die Europäische Union auf, ihre Botschafter aus Harare abzuziehen. Sein britischer Kollege David Miliband erklärte auf dem G8-Gipfel in Japan, man werde die Wiederwahl Mugabes nicht anerkennen, denn sie entspreche nicht dem Willen des Volkes. Auch bei den Vereinten Nationen werde es Beratungen über die Situation in Simbabwe geben, sagte Miliband.
Mugabe ist zwar der einzige verbliebene Kandidat, aber er legt offenbar Wert darauf, durch eine Wahlprozedur bestätigt zu werden. Berichten zufolge versuchten Mugabe-Anhänger, Wähler mit Drohungen zur Stimmabgabe zu bewegen.
Die Außenminister der G8 – der sieben größten Industriestaaten und Russlands – erklärten in Japan, die “systematische Gewalt, Behinderung und Einschüchterung” habe eine “freie und faire” Wahl unmöglich gemacht. Nach Angaben der Opposition Bewegung wurden seit dem ersten Wahlgang Ende März mehr als achtzig Mugabe-Gegner bei
Übergriffen getötet und tausende verletzt.

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