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Wahlschlappe überschattet Amtsjubiläum von Premierminister Gordon Brown

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Wahlschlappe überschattet Amtsjubiläum von Premierminister Gordon Brown

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Eine schwere Wahlschlappe überschattet den ersten Jahrestag von Gordon Brown im Amt des britischen Premierministers: Im feinen Henley an der Themse gewinnen zwar seit jeher die Konservativen, aber bei der Nachwahl zum Parlament am Donnerstag belegte der Labour-Kandidat nicht den zweiten oder dritten Platz, sondern stürzte ab auf Rang 5.
Der Chef der Tories, David Cameron, erklärte, dies sei die Quittung für all die Desaster dieser Regierung, für die Unfähigkeit, die sie seit dem Amtsantritt Browns an den Tag gelegt habe, – und das in einer Zeit, in der britische Familien mit immer höheren Preisen fertig werden müssten. Cameron betonte, dass der Premierminister in seinem bisherigen Amt als Finanzminister zehn Jahre lang für die Wirtschaft verantwortlich gewesen sei; er habe es versäumt, in den guten Jahren vorzusorgen, und nun, da die Menschen Hilfe bräuchten, sei nichts mehr da.

Den zweiten Platz hinter den Tories belegten die Liberaldemokraten – vor den Grünen und der rechtsextremenen BNP, bei einer besonders niedrigen Wahlbeteiligung. Wenn man sich das eine Jahr des Premierministers Brown anschaue, dann erscheine dieser als das Gegenteil dessen, was bisher über ihn gesagt worden sei, erklärte der Parteichef der Liberaldemokraten, Nick Clegg: Nicht stark, sondern schwach und schwankend habe sich Gordon Brown verhalten, und kompetent sei er auch nicht: Seine Regierung habe sich sogar als besonders inkompetent erwiesen.