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Serben gedenken der Schlacht auf dem Amselfeld

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Serben gedenken der Schlacht auf dem Amselfeld

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Die Serben im Kosovo gedenken der Schlacht auf dem Amselfeld im Jahre 1389.
Damals unterlagen ihre Truppen denTürken, dem osmanische Heer. Ein zentrales Ereignis in der serbischen Geschichte. Das Kosovo gilt seitdem als fester Bestandteil Serbiens, doch es hat sich am 17.Februar dieses Jahres unabhängig erklärt. Serben akzeptieren das nicht. Der orthodoxe Bischof Artimije segnet diese Haltung. “Ohne das Kosovo kann und will Serbien nicht existieren. Wir beten auf diesem heiligen Boden um unsere Existenz zu beweisen.”

In der geteilten kosovarischen Stadt Mitrovica wurde die tiefe Kluft zwischen Serben und Albanern erneut deutlich. Ein Frau sagt:” Wir dürfen diesen Tag nie vergessen. Wenn wir die Opfer unserer Vorfahren vergessen, woran sollen wir und dann erinnern?“  Ein Mann meint: “ Ich möchte so leben wie früher im Sozialismus. Wir lebten zusammen und es wäre gut, wenn wir wieder zusammenleben könnten.”

Kosovoserben haben eine neue Versammlung, die sie Parlament nennen, gegründet. Diese lehnt das Kosovo als souveränen Staat ab. Die Kosovoserben boykottieren ohnehin schon die Polizei, die Gerichtsbarkeit und Verwaltung des Staates. Neunzig Prozent der rund zwei Millionen Einwohner des Kosovo sind Albaner. Ihre staatliche Unabhängigkeit von Serbien wird von Ländern der EU und der USA anerkannt. Im Norden des Landes leben rund fünfzigtausend Serben. Unterstützt von Russland und Serbien, lehnen sie den neuen Staat ab.