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UN übt scharfe Kritik an Wahl in Simbabwe

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UN übt scharfe Kritik an Wahl in Simbabwe

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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und die Europäische Union haben die umstrittene Wahl in Simbabwe verurteilt. Es hätten keine Bedingungen für freie und faire Wahlen bestanden, hieß es. Die sieben größten Industriestaaten und Russland sprachen dem Wahlgang jede Legitimität ab. Die USA erwägen eine Verschärfung ihrer Sanktionen gegen das afrikanische Land. Der amerikanische UN-Botschafter Zalmay Khalizad sagte, die Mitglieder des Sicherheitsrates seien sich einig, daß keine Bedingungen für freie und faire Wahlen bestanden hätten und es sei bedauerlich, dass die Wahlen unter diesen Bedingungen stattgefunden hätten.

Oppositionsführer Morgan Tsvangirai, der seine Kandidatur gegen Amtsinhaber Robert Mugabe zurückgezogen hatte, sagte: “Jeder, der dieses Wahlergebnis anerkennt, missachtet den Willen der Bevölkerung in Simbabwe und steht einem übergang im Weg, der diesem Land und dieser Region Stabilität und Wohlstand bringen wird.”

Robert Mugabe steht seit fast 28 Jahren an der Spitze Simbabwes. Nach dem Rückzug von Tsvangirai war er als einziger Kandidat in die Stichwahl um das Präsidentenamt gegangen. Die Abstimmung fand knapp drei Monate nach dem ersten Wahlgang statt. Damals hatte sich Tsvangirai von der Bewegung für Demokratischen Wandel zum Sieger erklärt, hatte aber ebenso wie Mugabe die absolute Mehrheit verfehlt.