Eilmeldung

Eilmeldung

Zweiter Akt der Wahlfarce in Simbabwe: Mugabe als Präsident vereidigt

Sie lesen gerade:

Zweiter Akt der Wahlfarce in Simbabwe: Mugabe als Präsident vereidigt

 Zweiter Akt der Wahlfarce in Simbabwe: Mugabe als Präsident vereidigt
Schriftgrösse Aa Aa

Nach der international als Farce angesehenen Wahl in Simbabwe hat der Sieger Robert Mugabe seinen Amtseid abgelegt. Hierzu hatte er auch Oppositionsführer Morgan Tsvangirai eingeladen, doch dieser habe die ausgestreckte Hand zurückgeschlagen, hieß es aus dem Umfeld Mugabes. Die Wahlbeteiligung war mit 42,3 Prozent niedrig.

Der 84-jährige Mugabe war der einzige Kandidat bei einem Urnengang, der eigentlich eine Stichwahl zwischen Mugabe und Tsvangirai hätte sein sollen. Tsvangirai war angesichts von Schikanen und Gewalt gegen seine Anhänger als Kandidat zurückgetreten.

In dem Buch “Dinner with Mugabe” (mit dem Untertitel, der auf deutsch so viel wie “Die unbekannte Geschichte eines Freiheitskämpfers, der zum Tyrannen wurde” heißt), erzählt die Journalistin Heidi Holland, eine Simbabwerin, die in Südafrika lebt, von ihrem zweieinhalbstündigen Treffen mit dem Mann, der – als Simbabwe noch Rhodesien war – elf Jahre lang im Gefängnis saß.

“Er ist hochintelligent und besitzt die Kraft eines viel jüngeren Mannes,” sagt Holland. “Er sieht irgendwie nicht mehr klar. Er wollte soviel für sein Land erreichen, er wollte wirklich ein Befreier für seine Landsleute sein. Er wird damit nicht fertig, was er in Simbabwe angerichtet hat. Wäre er nur in seinem ursprünglichen Lehrerberuf erfolgreich gewesen, doch jetzt hat der Mann, der schon als Kind keine Kritik vertragen konnte, eine Armee und eine Polizei unter sich, mit der er seine Wut ausleben kann.”