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Mugabe bei Gipfel der Afrikanischen Union

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Mugabe bei Gipfel der Afrikanischen Union

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Im ägyptischen Badeort Scharm al-Scheich hat in Anwesenheit des umstrittenen simbabwischen Machthabers Robert Mugabe das Gipfeltreffen der Afrikanischen Union begonnen. Der ägyptische Präsident Husni Mubarak eröffnete das Treffen, das von der Debatte über eine Anerkennung des Wahlsiegs Mugabes überschattet wird. Es wurde erwartet, dass die Gipfelteilnehmer Mugabe dazu drängen, Gespräche mit Oppositionsführer Morgan Tsvangirai über eine Regierungsbeteiligung
aufzunehmen. Mugabe war nach der eigentlich überflüssigen Präsidentenwahl am Sonntag erwartungsgemäß zum Sieger erklärt worden. Nach seinem “Erdrutsch-Sieg” – so Mugabe wörtlich – ließ sich der 84-Jährige sich dann feierlich ins Amt einführen. Mugabe sagte, er hoffe, dass eher früher als später, die politischen Parteien Konsultationen aufnehmen würden, um zu einem echten Dialog zu finden und Differenzen zu überkommen und zu Einheit und Kooperation zu finden. Oppositionsführer Tsvangirai hatte sich selbst vom Stimmzettel genommen – wegen Gewalt gegen seine Anhänger und Schikanen gegen seine Person. Er sagte, Mugabe sei nicht der legitime Führer Simbabwes. Er habe sich gewaltsam die Macht vom Volk genommen und seine Anhänger zur Gewalt aufgestachelt. Deshalb habe Mugabe nicht das Recht am Gipfel der Afrikanischen Union teilzunehmen. Die Krise, die Mugabe für Simbabwe verursacht habe, sei nun eine Krise der Afrikanischen Union, man müsse gemeinsam nach Lösungen suchen. Tsvangirai war zur Amseinführung Mugabes eingeladen, nahm aber nicht teil.