Eilmeldung

Eilmeldung

Simbabwe: Mugabe lässt sich trotz Protesten vereidigen

Sie lesen gerade:

Simbabwe: Mugabe lässt sich trotz Protesten vereidigen

Schriftgrösse Aa Aa

Der greise Diktator Simbabwes, Robert Mugabe, hat sich trotz internationaler Empörung über den Wahlverlauf für fünf weitere Jahre vereidigen lassen. Den seit 28 Jahren herrschende Machthaber hatte zuvor die Wahlkommission erwartungsgemäß zum Sieger der weltweit als Farce kritisierten zweiten Runde der Präsidentenwahl erklärt.

Der 84-jährige war trotz des Rückzuges von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai als einziger Kandidat angetreten. Tsvangirai war angesichts von Schikanen gegen seine Anhänger als Kandidat zurückgetreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,3 Prozent.

Tsvangirai sagte über den Amtseid und die Zeremonie: “Diese Amtseinführung ist eine bedeutungslose Übung. Das sagt die ganze Welt. Die Simbabwer sagen es. Das ist ein Akt der Selbsttäuschung.”

Afrikanische Beobachter bezeichneten die Abstimmung als weder frei noch fair. Im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich beginnt am Montag das Gipfeltreffen der Afrikanischen Union. Der Westen fordert, dass sie aus der Farce in Simbabwe Konsequenzen zieht.