Eilmeldung

Eilmeldung

Todesstrafe nach Folterverhör?

Sie lesen gerade:

Todesstrafe nach Folterverhör?

Schriftgrösse Aa Aa

Staatsanwälte des Pentagon fordern ein Todesurteil gegen Abd al Rahim al Naschiri, der seit zwei Jahren im Gefangenenlager Guantánamo festgehalten wird – und der in der Zwischenzeit gefoltert worden war. Al Naschiri wird verdächtigt, den Anschlag auf den US-Zerstörer “USS Cole” im Oktober 2000 in Jemen geplant zu haben, bei dem 17 US-Soldaten getötet worden waren.

General Thomas Hartmann ist im Pentagon für Sonderprozesse zuständig. Er erklärt, dass al Naschiri mehrere Anschläge auf Schiffe und Botschaften zur Last gelegt werden – darunter auch auf einen französischen Tanker. Insgesamt gibt es acht Anklagepunkte – von denen fünf die Todesstrafe vorsehen.

Dennoch: gegen den Prozess regt sich Protest, denn al-Naschiri gehört zu den drei Terror verdächtigen, bei denen die CIA nach eigenem Eingeständnis bei Verhören die Foltertechnik “Waterboarding” eingesetzt hatte. Bei der in den USA legalen Praxis wird dem Opfer simuliert, dass man ihn ertränkt.