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Drei Tote bei Anschlag in Jerusalem

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Drei Tote bei Anschlag in Jerusalem

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Mit einer schweren Baumaschine ist ein Palästinenser über eine von Jerusalems wichtigsten Straßen gerast. Drei Menschen starben, er selbst wurde erschossen. Mehr als vierzig Menschen wurden verletzt. Der Mann hatte mit dem zwanzig Tonnen schweren Fahrzeug Fußgänger angefahren sowie mehrere Autos und zwei Busse, die dabei umstürzten. In den Bussen waren insgesamt fünfzig
Fahrgäste.

Auf den Attentäter feuerte zunächst ein Soldat außer Dienst und in Zivil, dann Eli Mizrahi, ein Polizist von einer Spezialeinheit. Er erzählt: “Innerhalb von Sekunden waren wir da. Jemand in Zivil stand da auch noch, und ein Polizist lag am Boden. Der Angreifer war nicht zu halten; er war über das Lenkrad gebeugt und gab noch Gas. Während er fuhr, bin ich zu ihm hochgeklettert und sah, wie der Mann in Zivil auf ihn schoss. Ich habe dann auch zweimal auf ihn geschossen, mich vergewissert, dass er außer Gefecht war, und das wars.”

Der Attentäter, ein Familienvater Anfang dreißig,
stammte aus dem arabischen Ostteil Jerusalems und hatte einen israelischen Ausweis. Die Einwohner
der Osthälfte können sich im Gegensatz zu anderen Palästinensern in Israel frei bewegen.

Drei Palästinensergruppen haben sich zu dem Anschlag bekannt. Nach Ansicht der israelischen Ermittler handelte der Mann aber als Einzeltäter.

Der letzte Anschlag in Jerusalem ereignete sich im März. Damals brachte ein Mann, ebenfalls aus der Osthälfte der Stadt, acht Schüler einer Religionsschule um und wurde dann selbst erschossen.