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Fünf Tote nach mongolischer Parlamentswahl

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Fünf Tote nach mongolischer Parlamentswahl

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Bei den Unruhen nach der mongolischen Parlamentswahl sind nach offiziellen Angaben fünf Menschen ums Leben gekommen. Einzelheiten sind nicht bekannt. Inzwischen gilt für vier Tage ein Ausnahmezustand; in Teilen der Hauptstadt Ulan-Bator wurden außerdem nächtliche Ausgangssperren verhängt.

Den Regierungsangaben zufolge wurden mehr als zweihundert Demonstranten und gut hundert Polizisten verletzt. Siebenhundert Menschen seien festgenommen worden.

An den Ausschreitungen waren einige tausend Anhänger der Opposition beteiligt. Sie werfen der Regierung Wahlbetrug vor. Unter anderem stürmten sie den Sitz der regierenden Revolutionären Volkspartei, der früheren Kommunisten.

Nach bisherigen Ergebnissen hat die Volkspartei deutlich zugelegt und die Wahl klar gewonnen. Im Parlament hätte sie demnach die absolute Mehrheit. Internationale Beobachter sehen die Wahl als insgesamt frei und fair an. Die Opposition hat aber angekündigt, sie werde das Ergebnis nicht anerkennen.