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Hunderte in Brüssel gegen Robbenjagd

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Hunderte in Brüssel gegen Robbenjagd

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“Robben in Not” – unter diesem Motto demonstrierten Hunderte Gegner der Robben- und Seehundjagd vor dem Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel. Sie fordern von der EU ein völliges Einfuhr- und Handelsverbot für Robben-Produkte. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hatte bereits im April zugesagt, eine solche Reglung auf den Weg zu bringen.

Allerdings soll es dabei Ausnahmen für “human” getötete Robben geben – den Demonstranten scheint das inakzeptabel. Einerseits weil kaum zu kontrollieren ist, wann “brutal” und wann “human” geschlachtet wird, und andererseits weil weltweit die Bestände gefährdet sind. Rund 750.000 Robben werden alljährlich für kommerzielle Zwecke getötet und gehäutet – zumeist in Kanada, Grönland und Namibia. Fell, Fleisch und Fett der Robben werden bislang auch nach Europa importiert. Robbenfell ist immer noch ein beliebter Pelz für die Modeindustrie.