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Nicht nur in Italien: Die Integration der Sinti und Roma könnte deutlich verbessert werden

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Nicht nur in Italien: Die Integration der Sinti und Roma könnte deutlich verbessert werden

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So das Fazit der Kommission in ihrem Lagebericht im Rahmen ihres neuen Sozialpakets. Der Plan der italienischen Regierung, im Kampf gegen Kriminalität Fingerabdrücke der Roma zu sammeln, löste Proteste auch im Ausland aus.

In vielen Teilen Europas leben die ungezählten Millionen Roma in Armut, die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Lebenserwartung niedriger als die der meisten Europäer, stellt die Kommission fest. Die Gesetze zu ihrer Integration seien angemessen, aber es hapere bei der Anwendung.

Die erste Empfehlung aus Brüssel: Die Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds sollten besser eingesetzt werden. Knapp dreihundert Millionen Euro flossen in den vergangenen Jahren bereits. Wobei allerdings manche Kommune mit ihren Bemühungen auf Widerstand bei den Roma selbst trifft, die um ihre Identität fürchten.

Ändert sich jedoch nichts, warnt die Kommission, wird die überwiegend junge Roma-Bevölkerung, die schon jetzt nicht regelmäßig beschult wird, in der nächsten Generation weiter mehrheitlich in Armut leben.