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Regierung Zapatero stellt Spanier auf harte wirtschaftliche Zeiten ein

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Regierung Zapatero stellt Spanier auf harte wirtschaftliche Zeiten ein

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Die spanische Regierung hat die Öffentlichkeit auf einen deutlichen wirtschaftlichen Abschwung eingestellt. Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero sprach vor dem Parlament in Madrid von einer regelrechten “Konjunktur-Panne”. 2008 sei allenfalls mit einem Wachstum von zwei Prozent zu rechnen, so Zapatero.

Zugleich verteidigte er die Maßnahmen seiner Regierung gegen Kritik der konservativen Opposition. Diese hätten zum Ziel, die negativen Effekte der gestiegenen Teuerung für die Bevölkerung abzufedern. Unterstützt würden auch die Wirtschaftsbranchen, die unter der aktuellen Situation besonders zu leiden hätten.

Schließlich kündigte Zapatero wirtschaftliche Reformen an, die die Wettbewerbsfähigkeit von wichtigen Wachstumsbranchen verbessern sollen.

Die kräftige Konjunkturabkühlung macht sich inzwischen auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar.
Nach einer durchschnittlichen Erwerbslosenrate von 8,6 Prozent im vergangenen Jahr wird für das laufende Jahr mit einem Wert von 9,9 Prozent gerechnet – einem der höchsten in der Eurozone.

Im Juni stieg die Zahl der Arbeitslosen um 37.000 auf knapp 2,4 Millionen. Ein Zuwachs von 1,5 Prozent gegenüber Mai und mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Besonders betroffen ist die Baubranche. Nachdem die Immobilienblase lautstark geplatzt ist, herrscht hier blanke Panik. Wirtschaftliche Besserung stellt Madrid für 2009 in Aussicht.